Nachhaltigkeit

Unser Engagement bei Harry-Brot


Als eines der ältesten Familienunternehmen Deutschlands denken wir nicht in Quartalen, sondern in Generationen. Verantwortung – ökonomisch, ökologisch und sozial – ist ein wichtiger Maßstab für unser unternehmerisches Handeln.

Im Mittelpunkt stehen dabei ein hoher Qualitätsanspruch, ein sorgfältiger Umgang mit Ressourcen, Investitionen in die Modernisierung sowie die Wartung und Instandhaltung der Produktionsanlagen, attraktive Arbeitsbedingungen und ein respektvolles Miteinander. 

Das etablierte Nachhaltigkeitsmanagement von Harry-Brot schaut genau hin und hinterfragt Prozesse kontinuierlich. So entstehen immer wieder neue Ansätze und Ideen, aus denen konkrete Maßnahmen hervorgehen. 

Wir setzen alles daran, auch in Zukunft geschätzter Hersteller eines Grundnahrungsmittels zu bleiben.

Arndt Rüsges, Geschäftsführung Produktion und Technik

„Unser Ziel ist es, das Unternehmen zukunftsfähig weiterzuentwickeln und für kommende Generationen zu erhalten.“


Arndt Rüsges, Geschäftsführung Produktion und Technik

Das Korn steht vorn

Wie beschaffen wir verantwortungsvoll?


Mehl ist der Hauptrohstoff für unsere Brote. Bei der Beschaffung des Mehls arbeitet Harry-Brot mit Mühlen zusammen, die sich überwiegend im Umkreis der Werke befinden. Die durchschnittliche Entfernung zwischen Mühle und Werk beträgt rund 109 Kilometer.

Die Lieferanten spielen eine entscheidende Rolle. Durch sorgfältige Auswahl unserer Partner entlang klar definierter Nachhaltigkeits- und Qualitätskriterien stellen wir sicher, dass Verantwortung bereits bei den Rohstoffen beginnt. 

Der Lieferanten-Fragenkatalog umfasst beispielsweise Fragen zu Aspekten wie der Nachhaltigkeitspolitik der Partner, Berechnung von Corporate Carbon Footprint (CCF) und Product Carbon Footprint (PCF), Nachhaltigkeitsbewertungen wie EcoVadis oder CDP, zertifizierte Management-Systeme rund um Umwelt und Nachhaltigkeit sowie der Unternehmenspolitik in den Bereichen Qualität, Hygiene und Umwelt. 

Eingekaufte Waren (z. B. Rohstoffe) und Dienstleistungen verursachen rund 65 % unserer CO2e-Emissionen*. Da der Einfluss auf die Getreideerzeugung aber beschränkt ist, bauen wir bei Harry zunächst die Datengrundlage über die vorgelagerte Lieferkette weiter aus, um gezielte Maßnahmen entwickeln zu können.

*Corporate Carbon Footprint 2024 von Harry-Brot, erstellt nach GHG Protocol und durch TÜV Rheinland geprüft. Diese Angabe bezieht sich auf Harry-Brot ohne Tochterunternehmen und das Kalenderjahr 2024; “gekaufte Waren und Dienstleistungen” ist eine Kategorie in Scope 3; Prozentangaben sind gerundet.

Vom Feld zum fertigen Brot

Wie backen wir ressourcenschonend?


Wir setzen uns mit den Treibhausgasemissionen auseinander und entwickeln Ansätze, um diese zu reduzieren. Als Großbäckerei können wir unterschiedliche Backwaren in großen Stückzahlen besonders effizient herstellen. Moderne Anlagentechnik ermöglicht optimal ausgesteuerte Prozesse.

Um die CO2-Bilanz weiter zu verbessern, kommt ein Mix aus Einzelzielen und Projekten zum Einsatz. Dazu zählen der Austausch von Motoren mit höherer Effizienzklasse und Servo-Elektroantriebe anstelle der energieaufwendigeren Drucklufterzeugung.

Unser zertifiziertes Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001 hilft dabei, Energieverbräuche transparent zu erfassen. Ein Meilenstein im Jahr 2024 war die Inbetriebnahme eines Blockheizkraftwerks am Standort Schenefeld. Mit dem Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung wird nicht nur Strom für die Produktion erzeugt, sondern auch ein Großteil der entstehenden Wärme direkt vor Ort genutzt.

Für die Zukunft setzen wir verstärkt auf eine autarke Stromerzeugung durch den Ausbau erneuerbarer Energien. Photovoltaik-Anlagen an den Standorten Vertriebsstelle Oer-Erkenschwick, Logistikhalle Soltau und Werk Troisdorf vermieden im Jahr 2025 rund 889 Tonnen CO₂e-Emissionen. Weitere Anlagen werden in Westerstede und Magdeburg betrieben.

Insgesamt entfallen 15 % des Corporate Carbon Footprints auf Scope 1, die direkten Emissionen im eigenen Betrieb*. Rund 11 % stammen aus dem Erdgasverbrauch der Backöfen, etwa 4 % aus dem Dieselverbrauch des Fuhrparks. Um diese zu reduzieren, setzen wir beispielsweise auf moderne Fahrzeuge – unsere LKW-Flotte hat ein Durchschnittsalter von 3,6 Jahren. Ergänzend dazu tragen regelmäßige Eco-Fahrtrainings zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs bei.

*Corporate Carbon Footprint 2024 von Harry-Brot, erstellt nach GHG Protocol und durch TÜV Rheinland geprüft. Die Angaben beziehen sich auf Harry-Brot ohne Tochterunternehmen, das Kalenderjahr 2024 sowie auf Scope 1 und 2 und die im CCF berücksichtigten Scope 3-Kategorien; Prozentangaben sind gerundet.

Von der Bäckerei in den Markt

Wie liefern wir?


Wir setzen auf eine enge Verzahnung der Produktion mit den regionalen Märkten. Frischdienst-Verkäuferinnen und -Verkäufer sorgen dafür, dass die Produkte täglich innerhalb weniger Stunden aus dem Backofen ins Supermarktregal gelangen – im Schnitt legen sie dabei 136 Kilometer zurück. Möglich macht dies eine ausgeklügelte Logistik sowie genau geplante Frischdienst-Routen zwischen derzeit elf Produktionsstandorten und 39 Vertriebsstellen. 

Im Jahr 2025 hat Harry-Brot das Glockenbrot-Werk in Bergkirchen bei München übernommen. Wir errichten zudem eine neue Großbäckerei in Erlensee (Fertigstellung für 2028 geplant). Diese Expansion in Richtung Süddeutschland ermöglicht bundesweit noch kürzere Wege.

Transportiert wird in den roten Harry-Mehrwegkisten: Über 4,5 Millionen davon sind aktuell im Umlauf. Jede einzelne Kiste kann über 500 mal wiederverwendet werden. Defekte Kisten werden gesammelt, geschreddert und aus dem Granulat neu gegossen und können so wieder in Umlauf gebracht werden.

Bei den Verpackungen gilt: nur so viel Material wie nötig. Wo möglich, setzen wir auf Monomaterialien, recycelbare Kunststoffe und recyceltes Papier in den Kartonagen – konsequent nach den Vorgaben der EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle. Im Fokus steht eine möglichst hohe Recyclingfähigkeit der Verpackungen.

Vom Markt auf den Tisch

Wie vermeiden wir Lebensmittelverschwendung?


Durch enge Abstimmung mit dem Handel und präzise Planung der Produktionsmengen können wir bei Harry genau das liefern, was wirklich gebraucht wird. Das reduziert Retouren.

Seit 1985 kommen unsere Brote zudem ohne Konservierungsstoffe aus. Damit sie trotzdem lange frisch bleiben, werden sie je nach Spezifika des Standorts unter speziellen hygienischen Bedingungen in sogenannten Reinräumen oder mithilfe der Technik der Pasteurisation verpackt. So bleibt das Brot länger haltbar. Dank verschiedener Verpackungsgrößen können Verbraucherinnen und Verbraucher genau die Menge kaufen, die sie benötigen.

Die Menschen dahinter

Wie übernehmen wir Verantwortung füreinander?


Nachhaltiges Personalmanagement bedeutet für uns, Mitarbeitende langfristig zu fördern und zu entwickeln. Harry-Brot ist über viele Jahre gewachsen und entwickelt sich auch in schwierigen Zeiten weiter. Wir setzen uns für ein stabiles Arbeitsumfeld ein und fördern ein starkes Miteinander.

Wir zahlen nach dem Tarifvertrag der Großbäcker – einem Industrietarifvertrag, der deutlich höher dotiert ist als andere Tarifverträge der Branche.

Als Grundversorger stehen wir vor besonderen Herausforderungen, da Schicht-, Feiertags- und Nachtarbeit stattfinden müssen, um den Verbraucherinnen und Verbrauchern morgens frisches Brot anbieten zu können. Wir gleichen das durch Freizeit- und Teilzeitregelungen aus und sind immer auf der Suche nach guten Lösungen.

Die Gesundheit der Mitarbeitenden steht an erster Stelle. Darum haben die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und die Sicherheit der Anlagen oberste Priorität. Zudem profitieren Mitarbeitende von der betrieblichen Gesundheitsvorsorge und einem Gesundheitsmanagement. 

Die Harry-Akademie fördert das berufliche Fortkommen und die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden durch Schulungen und Seminare.

Unser Anspruch

Wie werden wir jeden Tag ein Stück besser?


Wir arbeiten kontinuierlich daran, Zusammenarbeit, Produkte und Prozesse weiterzuentwickeln. Aber nur was wir genau kennen, können wir auch verbessern. Seit 2020 werden deshalb jährlich die Treibhausgasemissionen in den Scopes 1 bis 3 erfasst und der Corporate Carbon Footprint (CCF) berechnet und von TÜV Rheinland validiert. Diese Datengrundlage hilft dabei, gezielt Maßnahmen zur Emissionsreduktion zu entwickeln und umzusetzen.

Teil der Harry-DNA ist es auch, stets weiter zu lernen und Innovationen anzustoßen. Gemeinsam mit der Bindewald & Gutting Mühlengruppe und Yara Deutschland haben wir im Rahmen eines Pilotprojekts den Einsatz von Stickstoffdünger auf Basis erneuerbarer Energien untersucht, um die CO2-Emissionen im Weizenanbau zu senken und neue Produktionswege in der Landwirtschaft zu erproben. 

Das Projekt „Getreide für morgen“, das wir gemeinsam mit der Bindewald & Gutting Mühlengruppe sowie ausgewählten Vertragslandwirten umsetzen, soll zudem die Datenqualität über die gesamte Lieferkette hinweg verbessern und so CO2-Einsparpotenziale sichtbar und quantifizierbar machen.

Häufige Fragen zu Verantwortung bei Harry-Brot

Harry-Brot arbeitet eng mit Mühlen zusammen, die im Schnitt nur 109 Kilometer von den Werken entfernt liegen. Zudem prüft Harry Lieferanten anhand eines detaillierten Fragenkatalogs (u. a. EcoVadis, CDP, CCF/PCF).

Harry-Brot arbeitet kontinuierlich an Maßnahmen zur CO₂-Reduktion. Dazu zählt das Energiemanagement nach ISO 50001, ein Blockheizkraftwerk in Schenefeld (Kraft-Wärme-Kopplung) und Photovoltaik-Anlagen an fünf Standorten mit über 889 Tonnen vermiedenem CO₂e-Emissionen im Jahr 2025 an den Standorten Vertriebsstelle Oer-Erkenschwick, Logistikhalle Soltau und Werk Troisdorf.

Das Brot wird über genau geplante Routen von elf Produktionsstandorten zu 39 Vertriebsstellen gefahren. Im Schnitt legen die Mitarbeitenden im Harry-Frischdienst 136 Kilometer zurück. Das Brot gelangt täglich innerhalb weniger Stunden vom Backofen ins Regal, in wiederverwendbaren Mehrwegkisten.

Harry-Brot setzt verschiedene Maßnahmen um, z. B. präzise Bedarfsplanung mit dem Handel und längere Produkthaltbarkeit durch die Verpackung per Reinraumtechnologie oder Pasteurisation. Seit 1985 verzichtet Harry bei seinen Broten auf Konservierungsstoffe.

Mitarbeitende bei Harry-Brot profitieren von der Bezahlung nach dem Tarifvertrag der Großbäcker, dem Ausgleich von Schicht- und Nachtarbeit durch Freizeit- und Teilzeitregelungen, das betriebliche Gesundheitsmanagement sowie Weiterbildungsmöglichkeiten in der Harry-Akademie.

Harry-Brot misst seine Treibhausgasemissionen jährlich seit 2020 als Corporate Carbon Footprint in den Scopes 1 bis 3. Die Berechnung ist durch TÜV Rheinland zertifiziert.

Nachhaltigkeitsbroschüre Harry
Harry Mitarbeiter in der Produktion

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