Früher war lecker anders.

Wir backen, was heute schmeckt

Was Verbraucher wollen.

Brot heute

Was Verbraucher von Brot und Gebäck erwarten, hat sich in den letzten 50 Jahren grundlegend gewandelt. Obwohl Brot nach wie vor unser Grundnahrungsmittel Nr. 1 ist, wird die Kaufentscheidung immer häufiger nach dem Genuss getroffen.

Überfluss statt Hungersnot

Während noch bis ins 19. Jahrhundert vielerorts Mangel an Lebensmitteln herrschte und Hunger alltäglich war, sind wir seit den 60er Jahren mit Lebensmitteln in Deutschland und Europa mehr als reichlich versorgt. Höheres Nettoeinkommen und eine damit gestiegene Kaufkraft haben zu einer nie dagewesenen Vielfalt an Lebensmitteln geführt. Dabei erwarten wir, dass uns diese stets in ausreichender Menge zu fast jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfügung stehen.

Ältere erinnern sich noch an die Zeiten, in denen morgens um halb zehn die Brötchen beim Bäcker ausverkauft waren. Heute bekommt man dank Tiefkühlbackwaren in den Backshops von Super- und Verbrauchermärkte selbst um 21:30 Uhr fast alles ofenfrisch.

Zudem hat sich das Backwarenangebot enorm verändert. So hat der Kunde bei den beliebten Roggen- und Weizenmischbroten sowie Vollkorn- und Spezialbroten häufig die Wahl zwischen mehreren Varianten. Und wir haben neue Brotsorten wie Toast, Sandwich und mediterrane Gebäcke kennengelernt.

Kleine Familien – große Erwartungen

Auch die Einkaufsgewohnheiten von heute sind andere. In den 60er Jahren kaufte die Hausfrau täglich Brot für durchschnittlich drei Kinder bei ihrem Bäcker um die Ecke.
Und das war meist schon am Folgetag altbacken und am dritten Tag kein Genuss mehr.

Heute ist der Brotkonsum deutlich zurück gegangen und die Haushalte sind kleiner geworden. Kleinfamilien (mit statistischen 1,2 Kindern) und Singles stehen nur noch zweimal pro Woche vor dem Brotregal. Sie kaufen nicht morgens, sondern immer öfter nach 18:00 Uhr ein – und dann gleich für mehrere Tage auf Vorrat.

Die Lebensmitteltechnologie hat sich diesen Bedingungen angepasst. Harry stellt Brot her, das viele Tage saftig, locker und leicht ist, eine schöne Kruste hat und sich je nach Sorte 4 bis 14 Tage frisch hält, ohne Schimmel zu bilden. Und das ohne Konservierungsstoffe.
Ein Brot der 60er Jahre würde heute vermutlich abgelehnt und in den Regalen liegenbleiben.

Viele Sorten für jeden Anlass

Aufgrund seiner tief verwurzelten Handwerksgeschichte hat Deutschland das weltweit größte und vielfältigste Angebot an Brot und Backwaren. Es gibt heute über 300 Sorten Brot und insgesamt über 1.200 vor allem regionale Brötchenspezialitäten.

Auch bei Harry werden an die 100 verschiedene Rezepturen gebacken. Das sind hauptsächlich Sorten, die weitverbreitet sind, aber daneben gibt es auch viele Spezialitäten, für den nicht alltäglichen Genuss.

Ein breites Angebot täglich frisch zu den Verkaufszeiten in bedarfsgerechter Menge bereit zu halten, ist deshalb heute nur noch mit viel Geschick und Vorplanung möglich.